06.11.2020 - Weihnachtsgeschenk gesucht?

Geheimnisvolle Wasserfälle, kanadische Landschaften, gewaltige Canyons, kristallklare Pools, wilder Dschungel, ausgedehnte Moore, stille Kraftorte – um diese beeindruckende Vielfalt zu erleben, braucht es keine langen Flugreisen. Ein Paar gute Schuhe und ein Bahnticket reichen. Lassen Sie sich von den Schweizer Gewässerperlen vor Ihrer Haustüre verzaubern! Im neu aufgelegten Werk «Gewässerperlen – die schönsten Flusslandschaften der Schweiz» finden Sie 23 Inspirationen für Wanderungen – beispielsweise

  • GR: zu den Bartgeiern an der Chamuera.

  • BE: zu den wilden Ursprüngen der Emme.

  • FR: entlang des schönsten und unberührtesten Flüssen der Voralpen – der Sense.

  • AG: zu den Bibern an der Reuss.

  • LU/InnerCH: zu der bedrohten Meienreuss.

  • ZH: zu den Eisvögeln, die bei der Tössegg nisten.

  • SG/OstCH: zu tosenden Wasserfällen an der Thur.

Neben praktischen Informationen bietet das Buch spannende Geschichten über Engagement, Widerstand und wegweisende Erfolge, welche zum Erhalt unserer letzten unberührten Bäche und Flüsse geführt haben – und zeigt auf, wo dies noch notwendig ist.

Martin Arnold, Urs Fritze: «Gewässerperlen – die schönsten Flusslandschaften der Schweiz». CHF, 49.90, 192 Seiten, AT-Verlag. Zu beziehen im WWF-Shop oder beim AT-Verlag

Artenschutz im Visier - Referendum

Es ist verheerend: Die Revision des Jagd- und Schutzgesetzes (JSG) ist missraten und gefährdet den Artenschutz als Ganzes. Urschweizer wie Luchs, Biber, Graureiher und Wolf könnten auf der Abschussliste landen und künftig abgeschossen werden, ohne dass die Tiere je Schäden angerichtet haben - einfach nur, weil es sie gibt. Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, die Gruppe Wolf Schweiz und Zooschweiz haben deswegen das Referendum ergriffen. Achtung: die Abstimmung  vom 17. Mai 2020 wurde verschoben, das neue Datum ist der 27. September 2020. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Kampagne: www.jagdgesetz-nein.ch.   

Kreislaufwirtschaft

Im Kanton arbeiten zwei Vereine an der Schaffung einer lokalen Währung: La Grue – Der Kranich, der das Greyerzer Land, das Pays d’Enhaut und das Saanenland abdeckt,  sowie Le Dragon - Der Drache für die Hauptstadt.

Diese den Schweizer Franken ergänzende lokale Währungen laden ein zu den wohnortnahen Einzelhandelsgeschäften zurückzukehren. Es handelt sich nicht nur darum die lokale Währung als Konsument zu verwenden, sondern das System erhält erst seinen Sinn, wenn die Lieferanten es für ihre eigenen Einkäufe wiederverwenden. Ein Beispiel: ein Kunde kauft in Kranich oder in  Drache sein Brot beim Bäcker. Der Bäcker wiederum benutzt die lokale Währung um sich die Grundstoffe wie etwa Mehl zu beschaffen. Der Mehlproduzent, der sich vom Bäcker in Kranich oder Drache bezahlen lässt, sollte seinerseits ebenfalls die lokale Währung verwenden um sich z.B. mit Getreide zu versorgen. So stärken die lokalen Währungen die örtlichen Branchen und erlauben einen Wirtschaftskreislauf wiederherzustellen.

 

 

Sobald Der Kranich und Der Drache im Umlauf sind, können Sie sie zum Bezahlen der Ausflüge des Panda Clubs oder anderer kostenpflichtiger Aktivitäten des WWF Freiburgs benutzen. Unsererseits werden wir die erhaltene lokale Währung bei anderen Mitgliedern des Netzwerks verwenden: beim Drucker unseres Magazins, für den Bürobedarf oder für die Einzelhändler und Landwirte, von denen wir uns bei unseren Apéros beliefern lassen.

 

Mehr Informationen :

Der Kranich : http://lagrue-mlc.ch/index.php/de/aktuel/

Der Drache: : https://mlc-fribourg.ch/  (bisher nichts auf Deutsch)

 

 

Generalversammlung des WWF Freiburg

15.05.2020 - Der aussergewöhnlichen, durch COVID-19 aufgezwungenen Situation Rechnung tragend fand die diesjährige Generalversammlung des WWF Freiburg schriftlich statt. Die Feierlichkeiten für das 40-jährige Bestehen des WWF, ein immer grösser werdendes Engagement für die Biodiversität auf dem Land und im Wasser in unserem Kanton sowie ein Wechsel im Präsidium an der Spitze des Vereins haben das vergangene Jahr geprägt.  

Die Saane in Agonie

28.01.2020 - Die Naturschutzverbände machen den Staat von Freiburg und die Groupe e auf die dramatische ökologische Situation der Saane aufmerksam und verlangen von ihnen Notfallmassnahmen zu unternehmen.

Erklärung der Problematik

 « Die Saane flussabwärts der Staumauer von Rossens ist in einem sehr schlechten ökologischen Zustand. Verschiedene Fischarten sind dadurch verschwunden oder nehmen seit dem Bau der Staumauer ab. Die Situation wird sich verschlimmern“, bemerkt Bernard Jaquet, Präsident der Fischereiverbände. Es handelt sich immerhin um eine Auenlandschaft von nationaler Bedeutung, also um den höchsten Schutzstatus für ein Biotop in der Schweiz. Einer der Gründe für diese Agonie liegt in dem chronischen Mangel an Hochwasser, verursacht durch den Betrieb der Stauanlage.

Um den Ursprung dieses Phänomens zu verstehen, muss man sich die Geschichte der Saane vor dem Bau der Staustufe von Rossens im Jahr 1948 anschauen. Naturbelassen erzeugte die Saane regelmässig morphogene Hochwasser (Durchfluss > 600 m3/s) und jedes Jahr mindestens mehrere grosse Hochwasser mit dem Durchfluss zwischen 200 und 400 m3/s. Es verging also kein Jahr ohne wenigstens ein Hochwasser. Nach dem Bau der Staumauer ist die Quantität der Hochwasser in ihrer Frequenz und Intensität gesunken. In einem Zeitraum von 70 Jahren konnten insgesamt nur 2 morphogene Hochwasser und in zahlreichen Jahren gar keine Hochwasser beobachtet werden (s. Grafik im Anhang) Die Situation hat sich seit 2009 noch verschlimmert, als die Groupe e, im Einverständnis mit dem Kanton von Freiburg, beschlossen hat, das Maximalniveau des Greyerzer Sees vorbeugend zu senken. 

Hier können Sie unsere Medienmitteilung lesen. 

Seit 40 Jahren für die Natur engagiert

15. Mai 2019 - Dieses Jahr feiert unsere Sektion ihr 40jähriges Bestehen! Das ist die Gelegenheit eine Bilanz der realisierten Aktivitäten zu ziehen. Wir haben eine Journalistin beauftragt, sich in unsere Archive zu vertiefen. Ihr Werk wird anfangs Sommer erscheinen. 

Wir wollten auch gerne den Freiburgern und der Natur ein Geschenk machen: So haben wir beschlossen 40 Obstbäume denjenigen Personen anzubieten, die die Biodiversität schützen möchten.

Und zu guter Letzt verwandeln sich die Jahre in Kilometer: am 7.September wird ein Sponsorenlauf am Ufer des Murtensees entlang organisiert und der Gewinn dient dazu, Projekte zur Erhaltung der belebten Uferzonen zu finanzieren.